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GRIPS: Das Kreismodell
Im Bemühen, die komplexen Zusammenhänge bei Lernstörungen übersichtlich
darzustellen, ist das vorliegende Kreismodell entstanden.
(Hier das Kreismodell für Lernstörungen beim Lesen und Schreiben.)
Das Kreismodell dient uns als Vorlage für
- die Zusammenfassung der Anamnese- und Diagnostik-Daten jedes
Kindes,
- informative Gespräche mit den Eltern und den
Lehrern über den Stand des Kindes im Lesen und Schreiben,
- die Erstellung eines Förderplans.
Es besteht aus drei sich überschneidenden
Kreisen.
Diese drei Kreise, mit den drei entstehenden Schnittmengen und dem mittleren
Teil, sollen alle an der Lernstörung beteiligten Faktoren enthalten.
Sie betreffen den Körper, die Sprache und das Verhalten.
- Körper: die körperlichen Grundlagen wie
Funktionsfähigkeit der Organe und die Gesundheit
- Sprache: die sprachliche Umgebung wie die Muttersprache,
Sprachumfeld und Dialekt
- Verhalten: die psychischen Grundlagen wie Selbstbewusstsein,
Ressourcen und Beziehungen
Die Schnittmengen haben wir „Sinne“, Sprachverhalten“ und „Sprechen“ genannt.
Jeder dieser Bereiche enthält viele Elemente, die auf Lesen, Schreiben
und Rechnen Einfluss nehmen können.
- Sinne: Tonus (Grundspannung), Lateralität(Seitigkeit),
Grobmotorik, Koordination, Gedächtnis, Eigenwahrnehmung, visuelle
Wahrnehmung, auditive Wahrnehmung, Feinmotorik.
- Sprachverhalten: Sprachentwicklung, Bedeutungen und
Begriffe, Kommunikation, Sprachgefühl, Grammatik, Verständnis.
- Sprechen: Atmung, Aussprache, Betonung, Lautstärke,
Quantität, Tempo, Klang der Stimme
In der Mitte, in der sich alle Kreise überschneiden, befinden sich die
Elemente der höheren Fähigkeiten, wie Lesen, Schreiben und Rechnen
sie darstellen.
Die folgende Abbildung zeigt ein schematisches Bild:

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